Über die Anonymität von Opfern

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Und das mit der Hervorzerren von Sexualstraftaten auch wenn Opfer so klar identifiziert werden können ist dermaßen frauenverachtend, ich finde kaum Worte. #kickl Die Anonymität von Opfern hat absolute Priorität. Warum?

Stellt euch vor eine junge Frau wird am Heimweg von einer bekannten Location in Wien nach einem Konzert vergewaltigt. Der Täter hat den Status Asylwerber. Beide sind der Polizei bekannt und der Täter in U-Haft. Soweit, so schrecklich und soweit, so gut. Jetzt kommt die PolizeiPA
Und beginnt groß die Situation medial auszubreiten. Vielleicht noch mit allerlei Details. Alle auf dem Konzert beginnen sich zu fragen, ob sie das Opfer kennen und stellen Vermutungen an. Die Dings war die letzten 2 Tage nicht in der Arbeit und die Y gar nicht auf FB.
Dann beginnen noch die üblichen Qualitätsmedien Handyvideos hervorzuziehen oder Bilder aus Überwachungskameras. „Hier tanzt Opfer Sandra L. mit dem Täter!“ Obs stimmt oder nicht, egal. Der Name ist draußen und dem Opfer wird eine Schuld unterstellt.
Könnt ihr euch vorstellen was (so) eine Berichterstattung für Opfer sexueller Gewalt bedeutet. Das ganze Umfeld weiß aus den Medien Bescheid. Von den Eltern über Arbeitgeber, Kinder, Nichten, Großeltern, Arbeitgeber_innen bis zur_zum Volksschullehrer_in.
Es gibt Fälle der Generalprävention (Täter nicht gefasst, Flucht, Fahndungsdruck) wo eine breite Berichterstattung sinnvoll sein kann. Meistens ist das sie das nicht. Nicht um zu Vertuschen, sondern um das Leben der Opfer zu schützen.
Und ich habe 0 Sympathien für die Täter. Ich denke auch nicht, dass Sexualstraftäter aufhören oder groß rehabilitierbar sind. Sie sollen, von mir aus ewig, hinter Gittern sitzen. Das ist kein besonders positiver Ansatz, aber das Leben der Frauen und Kinder steht im Vordergrund.
Aber vor der medialen Rache, die ich glaube zu verüben, steht immer das Opfer. Das muss geschützt werden. Sonst wird es retraumatisiert und muss sich das ganze Leben neu aufbauen, weil Täter und Staat(!) Es zerstört haben. Das kann es doch nicht sein.
Und da sind wir noch gar nicht beim Thema, dass (auch sexualisierte) Gewalt gegen Frauen in den allermeisten Fällen im unmittelbaren Nahbereich geschieht. Von bekannten oder sogar Verwandten Personen. Aber da wird alles gekürzt was Frauen hilft.
Es geht also immer nur darum Frauen, die Opfer einer Gewalttat wurden f eigene Propaganda zu missbrauchen. Nie sie zu schützen. Nicht die, wo die Gewalttaten im öffentlichen Raum stattfanden. Nicht die im Privaten. Nicht die wo Täter Asylwerber. Nicht die wo Täter Österreicher.

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