Toxische Männlichkeit ist nicht auf Migranten beschränkt

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Ich versuche es nochmal, weil ich einfach nicht packe was hier abgeht. NIEMAND sagt, d es unter jungen migrantischen Männern keine toxische Männlichkeit gibt. IM GEGENTEIL, d ist GENAU was Feministinnen sagen. Punkt ist: Toxische Männlichkeit ist nicht auf Migranten beschränkt.

Was ist toxische Männlichkeit? Eine Vorstellung von Männlichkeit, die sich aus Härte und Abwertung gegen alles Schwache (=Weibliche speist). Die Gewalt glorifiziert und im Mann als kämpfenden Soldaten ein Idealbild sieht. Er soll abgehärtet sein und keine Schwäche zeigen.
Keine Schwäche körperlich (zb dick, Brille, zu dünn), emotional (Weinen, Gefühle ausdrücken, Umarmung) sowie besonders sexuell (homosexuell; wenige/keine Sexualpartnerin, gleichberechtigter Sex; kein Sex). Nein der Mann soll gestählt, abgestumpft und sexuell viril sein.
Äußern tut sich das in der permanenten Abwertung aller Schwächeren. Frauen und die Männer, die nicht entsprechen und Frauen gleichgesetzt werden. Angefangen von „harmlosen“ Sachen wie Sprüche, Witze, Catcalling bis hin zu körperlicher Gewalt, Vergewaltigung und eben Mord.
Und das ist eine ganze Alltagskultur (das Patriarchat!), die das befördert und verschieden ausschlägt. Im schlimmsten Fall auch legistisch, wie wir in diversen Ländern und der eigenen Geschichte sehen. Legistisch das zu beseitigen war u ist ein harter Weg. Im Alltag noch schwerer
Es ist in unseren Köpfen, unserer Erziehung, unserer Sozialisation. Das wir drüber reden u sagen, d wir es anders machen wollen ist so ein großer Schritt. Aber es ist deswegen noch nicht anders. Frauen machen sich 100 Gedanken wenn sie allein in Nacht unterwegs sind. Auch v 2015
Wir leben jeden Tag mit dieser Angst. Wenn ein Mann sich zu nah herlehnt in den Öffis. Wenn wir angesprochen werden in der Bar. Wenn jemand nach Feuer fragt. Wir wollen diese Angst nicht haben. Aber wir müssen. Als Überlebensinstinkt.
Hört auf abzulenken. Hört auf so zu tun, als sei das Problem nicht, dass es eine völlig verkorkste, eindimensionale, unmenschliche Vorstellung v Männlichkeit gibt, die sich aus dem Hass auf alles „Weibliche“ speist. Ja, mehr u mehr andere Männerbilder werden sichtbar. Zum Glück.
Aber toxische Männlichkeit ist noch lange nicht überwunden. Jeder Mann, der nicht entspricht oder sich entschließt nicht zu entsprechen (Hallo, Karenzväter!) weiß das. Wir wussten es schon immer seit wir kl Mädchen sind. Bitte lenkt jetzt nicht ab und arbeitet gegen uns. Danke.

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