Zur Diskussion Kubitschek

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So abschließend:
Zur Diskussion: Kubitschek konnte rüber bringen was er wollte. Er hat geredet und alle andächtig geschwiegen. Er hat in einer Diskussionssendung viele Rollen eingenommen und man hat ihn gelassen: Dozent, Aktivist, Vaterfigur z Idis und dann Attacke.

Das ist antrainiert. Er hat je nach Lage die Rolle eingenommen, die passt. Man hat ihn lassen. Er hat in der kurzen Zeit inhaltlich d identitäre Demokratie nach Schmitt, den Ethnopluralismus und eine Diskussion über Volk untergebracht. Außerdem, dass d Linken am Schlimssten sind.
Jede Kritik an ihm hat er nieder geschrien, ins Lächerliche gezogen oder abgekumpelt, als gar nix mehr ging. Man hat ihn lassen. Er hat viele Sprachbilder gemalt. Auch das ist trainiert. Übrig geblieben am Schluss ist Sellner die Billardkugel, die vom Tisch genommen wird.
Das heißt er beendet jetzt die Debatte. Bemerkenswert ist, dass der stärkste Moment auf der Gegenseite sicher die Ausführungen von Heinzlmaier waren, dass d Angst vor Migration eine Projektion von ökonomischer Unsicherheit ist. Das wurde von niemandem aufgenommen.
Es ist natürlich ein Fehler, dass das überhaupt eine Debatte zu Migration war, aber wenn schon, dann hätte man auf dem ökonomischen Argument bestehen müssen. Das wäre nicht leicht gewesen, aber da hätte man zumindest irgendwas gewinnen können. War aber nicht so.
Leider war der grundsätzliche Fehler wieder, dass geglaubt wurde es ginge um Debatte. Nein. Es war die Kubitschek-Show, der seine Ideologie brühwarm unter die Leute bringen konnte. Das ursprüngliche Thema, nämlich die Gefährlichkeit der Identitären, ging völlig unter.
Ein Wort noch zum Format: ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Hashtag die richtige Form war. Es war sehr anstrengend und nicht immer übersichtlich für mich. Ich danke allen Mittweeter_innen inbesondere den genialen @KatQuat und @kaethe_gloe
P.s: es wäre sicher lohnenswert daraus, wie schon vorgeschlagen, Videos zu machen, wo man länger erklären kann, was da gerade passiert ist.

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