Kurz im ORF Sommergespräch 2019

Lesezeit: ~3 Minuten

Ok, hier ein paar der angewandten Strategien von Kurz im #orfsg19
Wir haben wieder gesehen wie er sich rhetorisch an den Bundespräsidenten kettet bei der FPÖ-Kickl-Sache. Wenn es ihm zu viel wird, dann holt der VDB mit rein u will von dessen Beliebtheit und Autorität profitieren
Ich sollte #NatsAnalyse dazu schreiben. Sorry here we goWir sehen genau diese Strategie aber auch bei den Spenden, wenn er auf einmal nicht das Problem, sondern die Lösung ist und er die #Neos als Schutzschild bemüht. Niemand weiß ad hoc, ob die annähernd das selbe wollen. Aber Kurz tut so als ob und profitiert vom Image der Neos.

Nächste Strategie: Angriff Angriff Angriff. Und zwar auf alles u jeden u am Liebsten auf Sozialdemokratie. Gleich bei der ersten Frage, dann Foto v Kern u dann noch ein ziemlicher Tiefschlag in dem er behauptet Rendi-Wagner ist schon weg u er weiß nicht wer i Herbst Partei führt

Spannend ist, dass er diese Angriffe sogar auf den Moderator ausweitet: er unterstellt ihm, dass er behaupte Kurz sei korrupt. Damit hat er (erfolgreich) die Frage abgedreht, da Pötzelsberger nicht mehr nachfragt danach.

Diese Angriffe auf Medien zeigen sich auch in dem er behauptet er gäbe eine Kampagne gegen ihn wo völlig absurde Behauptungen aufgestellt wurden, um ihm zu schaden an denen gar nix dran ist nach dem Motto „es wird schon was hängen bleiben“

Die Chuzpe dabei ist, dass das genau die Strategie der ÖVP ist, weswegen sie ja bis zur einstweiligen Verfügung immer behauptet hat Silberstein stecke hinter allem möglichen.

Und da sind wir schon bei der Paradestrategie: Opferrolle. Wenn du ganz in der Ecke bist und gar nix mehr geht, dann kannst du immer behaupten, dass Alle gegen dich sind, weil du so gut und umrüherisch bist. Das hat Haider gemacht, das macht Kurz.

Und auch das Lächerlichmachen haben wir öfter gesehen: als ihm das „irgendwas wird schon stimmen“ rausgerutscht ist, hat er es versucht mit „naja wir sind die ÖVP und führen einen Wahlkampf“ lächerlich zu machen. Auch das Ibiza-Video auf den Festplatten war wieder dabei.Und dann noch die Ablenkung: statt über das ÖVP-Budget reden wir über die Metaebene das Gesetz an sich, wo er total konstruktive gute Vorschläge hat. Das mag alles sein, aber das ist nicht das Thema, auch wenn es so wirkt, weil es ja irgendwie dazugehört.

Solche Ablenkungsmanöver funktionieren gut von der Metaebene ins Konkrete und vom Konkreten in die Metaebene.
Bsp 1: Was tun als Politik gegen Klimawandel? Antwort: ich kaufe nur regionale Produkte von lieben Tierlis.
Bsp 2: sind Sie für CO2-Steuer? Antwort: Klimawandel ist eine ernste Sache und wir müssen ihn global bekämpfen.

Das hat alles schon was miteinander zu tun und es klingt so als würden Fragen beantwortet werden, werden sie aber nicht.
Die drei Botschaften, die Kurz rüber bringen wollte, waren:
1. Alle gegen uns
2. Wirtschaftsstandort stärken
3. mit Wasserstoff gegen Klimawandel – Innovation wird uns retten

Was noch auffällt: Kurz war ungewohnt pampig zwischendurch, mit höhnischem Grinsen und Unterbrechen des Moderators. So einen Contenance-Verlust sieht man selten, er passt auch nicht in die Inszenierung. Dafür hat er auch ungewohnt menschliche Antworten gegeben zb beim Handwerken.

Das wars so mit meinen ersten Beobachtungen. Ist euch noch was aufgefallen?

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